Mode

Modetrends im Sommer 2016

Text: Kathrin Eckhardt / Bilder: Louis Vuitton, Indigital Images

Kleider schützen nicht nur vor Nässe, Kälte und Sonne, sondern sagen einiges über ihre Trägerinnen und Träger aus. Kathrin Eckhardt, die Fashionista von MyCard, beschreibt fünf Stiltypologien, welche diesen Sommer besonders in Mode sind. Erfahren Sie mehr!

Die Träumerin

Könnte die Träumerin sich in ein Tier verwandeln, würde sie den Schmetterling wählen. Mit bunter Zeichnung versehen tagelang fast schwerelos durch die Luft fliegen und da und dort auf einem hübschen Blümchen Platz nehmen: Was für ein schönes Leben müsste das sein! Es überrascht daher nicht, dass die Träumerin Kleider mag, die mit Blumenprints versehen sind, leicht und flattrig daher kommen und ihr das Gefühl geben, ein Schmetterling zu sein. Neben bodenlangen Kleidern aus durchsichtigen Stoffen liebt sie Spitze und Pastelltöne. Diesen Sommer hat das Modehaus Alexander MC Queen bezaubernd leichte Roben geschaffen, wie auch Balenciaga, Oscar de la Renta oder Simone Rocha.
 

Neben bodenlangen Kleidern aus durchsichtigen Stoffen liebt sie Spitze und Pastelltöne.

Wenn die Träumerin zu Hause ist, wo sie sich am allerliebsten aufhält, backt sie wunderschöne Cup Cakes. Keine Verzierung ist ihr zu aufwändig, um die Küchlein in kleine Kunstwerke zu verwandeln. Ihr Zuhause ist hell und romantisch eingerichtet, Sichtvorhänge aus Spitze zieren die Fenster. Blumen stehen auf Tischen und im Badezimmer. Wenn sie auf ihrem gemütlichen Sofa sitzt, nach draussen schaut und wieder einmal in Tagträume versinkt, träumt sie von Elfen, Glitzerstaub und Zwergen.
 

Der Heimwerker
 

Brusthaare, Dreitagebart und der Duft von Motorenöl gehören so sehr zum Heimwerker wie seine Liebe zu Motorrädern, Bier und den Kumpels. Zu seinen äusseren Attributen passt ein unaufgeregter Kleiderstil. Er setzt auf zeitlose, robuste Stoffe. Er mag dicke Jeansstoffe aller Art als Hemd, Latzhose und Jacke, karierte Hemden und schwere Stiefel. Die Kleider müssen sein aktives Leben aushalten. Shoppen ist nicht seine Leidenschaft. Daher kauft er seit Jahren im gleichen Jeansladen ein und trägt die Stücke mehrere Saisons. Diesen Sommer aber wird er öfters in den Läden herumstöbern müssen, denn selbst Luxusmarken treffen seinen Geschmack. Givenchy, Alexander Wang und A.P.C setzten aktuell auf den Heimwerkerstil.
 

Seine Kleider müssen robust und solide sein.

In der Freizeit bastelt er am liebsten in der Garage eines Freundes an seinem Motorrad herum oder konstruiert im Keller ein neues Sideboard mit integrierter Beleuchtung. Der Heimwerker führt ein zufriedenes Leben. Tagsüber arbeitet er als Hauswart, abends spielt er Fussball in der Senioren-Mannschaft der Fünftliga oder geniesst ein kühles Bier im Pub mit Freunden. Der harte Kerl mit weichem Kern lebt alleine, das Junggesellenleben entspricht ihm. Nur manchmal wünscht er sich in einsamen Stunden eine liebe Frau neben sich zu haben, die ihm das Bier serviert und die Jeans vom Motorenöl befreit.
 

Die Discoqueen

Ganz nach dem Motto «mehr ist mehr» gefällt der Discoqueen alles, was glitzert und glänzt. Ihr Kleiderschrank ist voll mit Pailletten-Tops und -Jäckchen, kurzen Miniröcken und Kleidern, welche ihre Bewegungsfreiheit beim Tanzen auf keine Weise einschränken. Die Pailletten helfen das Licht im Klub zu reflektieren und sind deswegen genau ihr Ding. Diesen Sommer findet sie ihre Lieblingsstücke bei Marken wie Tom Ford, Lanvin oder Louis Vuitton, besonders aufregend findet sie den mit kleinen Spiegeln bestickten Mantel von Loewe.
 

Ihr Kleiderschrank ist voll mit Pailletten-Tops und -Jäckchen, kurzen Miniröcken und Kleidern.

Leichtigkeit, Freiheit und Unabhängigkeit sind ihre wichtigsten Werte. Die Partymaus muss in Bewegung bleiben, um glücklich zu sein, am liebsten tanzt sie die Nächte durch und verbringt manchmal auch den Tag an After-Partys. Sie liebt dröhnende Bässe und laute Musik. Als DJane verdient sie sich etwas dazu und ist dadurch ein bekanntes Gesicht im Nachtleben. Wie gerne hätte sie zu Zeiten des bekannten Nachtclubs Studio 54 in New York gelebt!
 

Der Weltenbummler

Er ist überall und nirgends zu Hause. «Weltbürger» nennt er sich selbst. Und so sieht er auch aus: Der Kleiderstil des Weltenbummlers ist ein Mix aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt. Das Hemd aus afrikanischem Wachs-Druck-Stoff ist aus Togo, die Fischerhose aus dicker Baumwolle aus Japan und die Halsketten aus farbigem Garn hat er kürzlich in Nepal gekauft. Er hat Glück, denn diesen Sommer ist sein Stilmix ganz hoch im Kurs. Haider Ackermann, Junya Watanabe und Bottega Veneta liessen sich von den Modekulturen aus der ganzen Welt inspirieren.
 

Der Kleiderstil des Weltenbummlers ist ein Mix aus den unterschiedlichsten Regionen dieser Welt.

Der Weltenbummler macht sich nicht viel aus neuen Fummeln. Praktisch müssen sie sein und ihn an seine schönen Erlebnisse erinnern. Deshalb sind ihm die wenig auserlesenen Kleidungsstücke und Accessoires, die er besitzt, enorm wichtig. Sie sind Souvenirs aus seinem Leben. Er hält sich an die ökologische Devise, gute Qualität einzukaufen. Auf seinen Reisen in die ärmsten Gegenden dieser Welt hat er gesehen, was die Konsumgesellschaft für Umweltverschmutzungen verursachen kann.
 

Die Gradlinige
 

Schwarz oder weiss, weiss oder schwarz? Keine leichte Frage. Für die Gradlinige gibt es keine Graustufen. Weder in ihrem Leben, noch in ihrem Kleiderschrank. Kleider fungieren für sie als schützende Hülle. Deshalb müssen sie aus solidem Stoff sein, steife Kragen und klare Kanten haben. Sie mag starke Farben, geometrische Musterungen und Schnitte, die an Architektur erinnern. Die Kleider geben der Gradlinigen Sicherheit und Stärke, um nicht von ihrem Weg abzukommen. Besonders gefallen ihr diesen Sommer die Kollektionen von Marni, Hermès und Dior.
 

Sie mag starke Farben, geometrische Musterungen und Schnitte, die an Architektur erinnern.

Sie ist Architektin, Kuratorin oder Industriedesignerin. Sie weiss fast immer, was sie will und entscheidet nach rein rationalen Begebenheiten. Vor jeder grossen Entscheidung erstellt sie eine Liste mit Minus- und Pluspunkten, das Überwiegende gewinnt. Da bleiben die Gefühle aussen vor, manchmal auch auf der Strecke. Diese teilt sie nur mit ihrem Mann bei einem Glas Wein am Freitagabend nach getaner Arbeit. In ihrem Zuhause kann sie ihrer Leidenschaft für rare Designmöbel aus längst vergangenen Tagen nachgehen. Ihre Freizeit verbringt sie gerne in Designausstellungen oder beim Joggen. Sie trainiert für den New-York-Marathon und möchte dort eine persönliche Bestleistung erreichen.
 

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