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Tipps von Transa für Ihre Outdoorbekleidung

Text: Hugo Vuyk, Fotos: Ruedi Thomi

Haben Sie sich auch schon gefragt, worauf es bei Outdoorbekleidung wirklich ankommt? Und weshalb man die vielen Begriffe auf den Etiketten nicht zwingend kennen muss? MyCard hat beim Outdoorspezialisten Transa nachgefragt.

Wer in der 3 000 Quadratmeter grossen Filiale von Transa in der Europaallee mit Burkhard Kühn ins Gespräch kommt, wird nur wenige Fachbegriffe oder Labelbezeichnungen zu hören bekommen. Vielmehr wird der Bereichsverantwortliche «Textil» Sie fragen, wofür Sie die Kleidung genau brauchen. Wie lange Sie unterwegs sein möchten. Ob es in die Berge oder in den Dschungel geht. Und welche Funktionalitäten Ihnen wichtig sind.

Im Outdoorbereich hat sich in den letzten Jahren einiges geändert: Es wird kaum mehr zwischen Sommer- und Winterbekleidung unterschieden. Kunststofffasern sind zentral, Baumwolle ist völlig out, da sie zu viel Feuchtigkeit aufnimmt und nur langsam wieder abgibt. Daunen halten sich und Wolle ist wieder im Kommen: Merinowolle für Funktionsunterwäsche und Schafwolle als Isolationsmaterial für Jacken. Damit Sie wissen, was Sie benötigen, hier die Begriffe, auf die es laut Burkhard Kühn wirklich ankommt.

Zwiebel- oder Schichtenprinzip
Während im Sommer bei trockenem Wetter eine Schicht ausreicht als Schutz vor Zugluft und Sonne, sorgen im Winter vielfach drei, unter besonderen Umständen gar bis zu fünf Schichten an Kleidung für ein angenehmes Körperklima. Die erste Schicht liegt direkt auf der Haut und leitet Feuchtigkeit so schnell wie möglich weiter, um das Auskühlen des Körpers zu verhindern. Anders gesagt: Sie trägt dazu bei, dass Sie warm haben. Die zweite (Innen-)Schicht verstärkt die Wirkung der ersten. Die dritte wird auch Wetterschutzschicht genannt: Sie hält Wind und Regen ab.

1. Schicht: Merino oder Kunstfaser?
Merinowolle hat für Funktionsunterwäsche hervorragende Eigenschaften: Sie ist klimaregulierend und dank des natürlichen Keratins auch geruchsneutralisierend. Sie trocknet langsamer als Kunstfaser, fühlt sich aber bei geringer Feuchtigkeit noch trocken an. Dank zugesetzten Silberionen wirkt auch die Kunstfaser geruchshemmend, bis die Nanopartikel ausgewaschen sind. Eine Einschränkung kann es laut Kühn bei Merino geben: «Etwa jeder zehnte Käufer empfindet auch bei dieser fein gewobenen Wolle Juckreize, also vorher im Laden anprobieren.»

2. Schicht: Fleece oder Isolation?
Die zweite Schicht ist bevorzugt ein Fleece, «der Pullover der Outdoorers», auch bekannt als Faserpelz. Besonders bei unbeständigem Wetter sollte man diesen immer dabeihaben, auch wenn gerade noch die Sonne scheint. Es kann, besonders bei kalten Temperaturen, auch noch eine Isolationsjacke dazugenommen werden.

2. oder 3. Schicht: Isolation mit Daunen, Kunstfaser oder Wolle?
Gänse- oder Entendaunen führen zu unvergleichlich leichten und kompakten Jacken. Lebendrupf ist für Transa tabu, auch auf artgerechte Haltung wird geachtet. Allerdings kann die Daune nicht mit Wasser umgehen, weder Regen noch Transpiration. Kühn hierzu: «Wenn die Daune nass ist, isoliert sie nicht. Und auf Reisen sind Jacken häufig kaum trockenzukriegen.» Die Kunstfaser ist bezüglich Feuchtigkeit optimal und isoliert so gut wie ihre Alternativen. Die Wollfüllung ist temperaturregulierend, ein nachwachsender Rohstoff, etwas schwerer als Kunstfaser und trocknet nicht ganz so schnell. Burkhard Kühn hierzu: «Im Bereich der Isolation ist Wolle wieder voll im Kommen.»

Wetterschutz: Soft- oder Hardshell?
Gegen Wind schützen beide Varianten gut, doch die weichen Softshelljacken sind nur wasserabweisend, bei kräftigem Regen schützen sie nicht mehr. Wer viel draussen Sport treibt, wird aber die leichten und bequemen Jacken mit relativ hoher Atmungsaktivität schätzen. Softshelljacken ohne Membran können auch als zusätzliche Schicht unter einer Hardshelljacke getragen werden.

Wetterschutz: Hardshell mit 2-, 2,5- oder 3-Lagen-Laminaten?
Bei Hardshelljacken mit 3-Lagen-Laminaten wird die wasserdichte Membran mit Aussenstoff und Innenfutter zum «Sandwich» verklebt. Diese Technik ergibt sehr robuste Jacken für den anspruchsvollen Einsatz. Beim 2-Lagen-Laminat ist das Innenfutter als Netz eingehängt – für den Alltag gut geeignete, günstige Jacken mit einem leicht höheren Gewicht. Beim 2,5-Lagen-Laminat wird auf die Membran innen nur eine dünne Schicht aufgedampft oder -gesprüht. Das führt zur Reduktion von Gewicht und Volumen, allerdings ist die Schicht weniger robust.

«Bringen Sie bereits vorhandene Kleidung mit. Nur so können Sie feststellen, ob auch alles gut zusammenpasst.»

Burkhard Kühn

Weitere Kriterien beim Kauf von Outdoorkleidung können der UV-Schutz sein, versteckte Taschen für Geld, Kreditkarten und Dokumente, Lüftungsmöglichkeiten oder auffällige Farben und Reflektoren, damit man besser gesehen wird. Hosen gibt es in weniger Varianten als die Oberkörperbekleidung, aber das Zwiebelprinzip gilt auch hier. Abnehmbare Hosenbeine gibt’s in erster Linie bei der zweiten Schicht, durchgängige seitliche Reissverschlüsse für den Einstieg mit Bergschuhen sind bei der Wetterschicht das Thema.

Und noch ein Tipp von Burkard Kühn für den Einkauf im Fachgeschäft: «Bringen Sie bereits vorhandene Kleidung mit. Nur so können Sie feststellen, ob auch alles gut zusammenpasst.»


Outdoorneuheiten bei Transa

Transa
Es begann 1976 mit Wüstentouren, heute ist Transa der führende Anbieter in der Deutschschweiz in Sachen Ausrüstung für naturnahe Ferien, Reisen und Outdooraktivitäten. Filialen gibt es in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Luzern und Winterthur, zwei Outlets in Bern und Zürich sowie den Transa Kletter Shop Winterthur 6a plus und den Transa Kletter Shop Root D4 bei Luzern. Transa ist auch ein Partner des Bonusprogramms surprize – die Bezahlung mit der Kredit- oder PrePaid-Karte lohnt sich bei Transa somit für Sie in mehrfacher Hinsicht.

Kategorie:

einkaufen, natur, story, surprize

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