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Jugendlohn statt Sackgeld: Das sind die Vorteile

Text: Natalie Sniatala / Bild: iStock (praetorianphoto)

Bis dato erhielten Kinder und Jugendliche Sackgeld – heute empfehlen Erziehungsexperten den Jugendlohn. Doch was ist ein Jugendlohn und welche Vorteile bringt er?

Mia (17) bestellt online ihre Schulbücher, Liam (14) löst ein Busticket, Lydia (12) kauft sich ihren Znüni.

Was haben alle drei Jugendlichen gemeinsam? Sie alle bekommen den Jugendlohn und haben damit ihre Einkäufe gezahlt.

Das Prinzip des Jugendlohns
Die Jugendlichen erhalten einen fixen monatlichen Betrag. Wie ein Lohn wird er von den Eltern regelmässig auf das Bank-, Post- oder auf das Prepaid-Konto überwiesen. Damit sollen die Kinder und Jugendlichen die Kosten für Kleidung, Bücher, Verpflegung, Coiffeur und Schulbücher selber tragen. Pro Juventute, das Schweizer Hilfswerk für Kinder, Jugendliche und Familien, empfiehlt die Einführung des Jugendlohns ab einem Alter von zwölf Jahren.

Die Jugendlichen sollen lernen, ihr Geld selber einzuteilen, indem sie Konsumwünsche und notwendige Anschaffungen gegeneinander abwägen und ein realistisches Preisbewusstsein entwickeln.

Quelle: Pro Juventute

Der Unterschied: Sackgeld gegenüber Jugendlohn
Sackgeld ist für Ausgaben bestimmt, die am ehesten unter «Vergnügen» zusammengefasst werden können. Einfach gesagt: Sackgeld ist da, um es zu verjubeln. Der Jugendlohn hingegen umfasst auch grössere Ausgaben, sprich die Lebenskosten. Somit ist der Betrag beim Jugendlohn höher als beim Sackgeld.

Tipp: Prepaid-Karte für Jugendlohn
Damit Ihr Kind auch bei Online-Käufen oder Auslandsaufenthalten die volle Verantwortung tragen kann, empfehlen Experten des Vereins Jugendlohn die Anschaffung einer Prepaid-Karte. Der Vorteil: Ihr Kind kann nur so viel Geld ausgeben, wie auf der Karte vorhanden ist. Den Betrag können Sie einfach und bequem auf das Prepaid-Konto überweisen. Viseca bietet Prepaid-Karten ab einem Alter von 14 Jahren an. Mehr Informationen zur Prepaid-Karte finden Sie hier.

Drei Vorteile des Jugendlohns
Eine Studie der Fachhochschulen Nordwestschweiz und Luzern zeigt drei wesentliche Vorteile eines Jugendlohns:

1. Die Jugendlichen erlangen eine höhere Kompetenz im Umgang mit Geld.
2. Eltern werden entlastet, da sie einen Teil der Verantwortung abgeben.
3. Der Jugendlohn trägt zu einer positiven Beziehung zwischen Eltern und Kindern während der Pubertät bei.

Die Studie finden Sie auf www.jugendlohn.ch.

So können Sie die Höhe des Jugendlohns berechnen

1.

Beschliessen Sie zuerst, welche Lebenskosten vom Kind getragen werden sollen.

2.

Prüfen Sie den Kleiderschrank, um zu sehen, wie viele Kleidungsstücke Ihr Kind dieses Jahr braucht. Muss beispielsweise in eine neue Winterjacke investiert werden?

3.

Notieren Sie jährliche Fixkosten, die für Ihr Kind anfallen und die in Zukunft das Kind verantworten soll. Beispielsweise das Handy-Abo.

4.

Schreiben Sie während drei Monaten alle Auslagen auf, die Sie für Ihr Kind tätigen.

5.

Addieren Sie zu den durchschnittlichen Auslagen das Sackgeld und teilen Sie es durch 12. Sie können Ihrem Kind auch einen 13. Jugendlohn auszahlen, damit Geschenke gekauft und grössere Investitionen getätigt werden können.

6.

Wichtig: Definieren Sie den Jugendlohn jährlich neu.

Weitere Informationen zum Thema Jugendlohn finden Sie auf www.projuventute.ch.

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