Mode

Shopping im Umbruch

Text: Kathrin Eckhardt / Bilder: iStock, Crafft

Das Shoppingverhalten hat sich in den letzten Jahren durch das Internet drastisch verändert. Neue Konsumformen und Apps wurden entwickelt und bieten überraschend neue Einkaufsmöglichkeiten. Dabei den Durchblick zu behalten, ist nicht einfach, MyCard-Modeexpertin Kathrin Eckhardt schafft Orientierung und bringt Ihnen vier aktuelle Konzepte näher.

Läden, Märkte, Onlineshops, Privatverkäufe, so viele Einkaufsmöglichkeiten wie heute gab es noch nie. Zwischen Shoppingcentern und Internet liegt irgendwo das Objekt der Begierde, das man sich diese Saison unbedingt kaufen will. Nur, wie genau findet man es und wo? Die Einkaufsmöglichkeiten sind spannend und bieten Innovatives für die Modeliebhaberin bis zum Einkaufsmuffel.

Pop-up-Läden

Eines der neueren Modelle sind die Pop-up Stores: Läden, die nur für einen kurzen Zeitraum existieren. Nicht selten dauern die Verkäufe nur ein paar Tage. Das spart den Anbietern Geld und Ressourcen bezüglich Ladenmieten und Personal. Durch die temporären Shops haben kleine unbekannte Labels die Möglichkeit, ihre Produkte unter die Leute zu bringen. Auf Kundenseite sind seltene Trouvaillen und limitierte Auflagen zu finden, welche sich von den Massenprodukten abheben. Informationen über die nächsten Pop-up-Läden und -Märkte findet man via popup-radar.com oder popup-market.ch.

Selektion dank App

Für das Überangebot an Mode, welche online zu ergattern ist, hat das junge Schweizer Unternehmen Attire eine interessante App entwickelt. Attire steht für die Selektion von auserwählter Kleidung aus Onlineshops aus der ganzen Welt. Ihre Auswahl hat ein klares Profil: zeitgenössisch, qualitativ hochstehend, unaufgeregt und modern. Dies hilft den Konsumenten, dank der Vorauswahl von Attire effizienter einzukaufen und Raritäten zu entdecken, die auf dem Schweizer Markt nicht erhältlich sind. Ein wöchentlicher Newsletter informiert zudem über die erhältlichen Marken der App und ihrer Geschichte.

Der Online-Stylist

Ein weiteres cleveres Konzept, welches sich besonders an Shopping-Muffel wendet, bieten Outfittery, Kisura oder Modomoto. Sie alle machen dasselbe: Sie bieten online den nicht versierten Shoppern durch Stylisten ihre Hilfe an. Es können Stile, Farben und Kleidungsstücke online angeklickt werden, und nach diesem Profil stellen die Styling-Experten ein Outfit zusammen, das dem Kunden nach Hause geschickt wird.

Teilen statt besitzen

Besonders durchdacht ist auch das Konzept von Kleihd, der Leihboutique in Zürich. Drei junge Frauen bieten Designermode und Einzelstücke aus Privatschränken zur Ausleihe an. Kundinnen können zudem Mitglied werden und unterstützen damit das Projekt, welches unter dem Motto «Mode erleben und teilen statt besitzen» funktioniert. Das Konzept arbeitet gegen den schnellen Konsum und passt in unsere schnelllebige Zeit, in der modebewusste Menschen gerne immer wieder etwas Neues tragen. Kleihd ist mit einem eigenen Laden noch bis Ende Jahr im Herzen Zürichs stationiert, wie es weitergeht, hängt von Spendern und Mitgliedern ab. Geplant ist ein grosses Onlinearchiv und ein Umzug in ein grösseres Ladenlokal.

Kategorie:

einkaufen, freizeit, mode

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