Saft-Trend

Das kleine ABC der Fruchtsäfte und Smoothies

Text: Lena Grossmüller / Fotos: iStock

Grünkohl, Mango, Karotte und vieles mehr – Fruchtsäfte und Smoothies liegen im Trend. Wir verbinden damit Lifestyle, Grossstadt-Flair und eine gesunde Lebensweise. Was steckt hinter dem Smoothie-Hype?

A wie Anfang
Begonnen hat der Smoothie-Trend in Europa und der Schweiz Anfang der 2000er-Jahre, im Zuge der Fitness- und Gesundheitsbewegung. Der Smoothie wurde zum gesunden Alleskönner auserkoren und wanderte schnell von den Food-Blogs in die heimischen Küchen – doch das Konzept ist eigentlich nicht neu: Bereits in den 1920er-Jahren zur Zeit der Prohibition, boten Gastronomen in den USA selbst gemixte Smoothies in Saftbars an. Durchgesetzt hat sich der Name für das Fruchtgetränk allerdings erst in den 1980er-Jahren, und das auch vorerst nur in Amerika. Knapp 40 Jahre später hat der Smoothie endgültig seinen globalen Siegeszug angetreten.

C wie Coca-Cola
Der Smoothie-Trend hat viele Gewinner, aber auch Verlierer. Zu Letzteren zählt auch Coca-Cola. Der Gesamtumsatz des Konzerns sank 2016 erneut. Vor allem die gesundheitsbewussten Europäer greifen in den letzten Jahren vermehrt zu Saft und Tee statt zu klebriger Limo.

G wie Goji-Beere
Vor rund zwei Jahren war die Goji-Beere kaum jemandem bekannt. Heute gilt die Frucht, die auf Deutsch unspektakulär «gemeiner Bocksdorn» heisst, als Inbegriff der Superfoods. Darunter versteht man Lebensmittel, denen aufgrund ihrer positiven Nährstoffeigenschaften eine vitalisierende Wirkung nachgesagt wird. Bei der Goji-Beere ist es die hohe Vitalstoffdichte, bei Chia-Samen sind es die mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Proteine und die Acai-Beere wirkt angeblich antioxidativ. Alle dieser sogenannten Superfoods sind beliebte Inhaltsstoffe von Smoothies. 

Goji-Beere

J wie Juice bar
Juice bars sind die Orte, an denen man Saft und Smoothie zu sich nimmt. Zu Deutsch als Schimpfwort verunglimpft – «Was für ein Saftladen!» – erobern hippe Juice bars mittlerweile die Grossstädte weltweit. Neue Verkaufskonzepte wie das der dänischen Kette «Joe & The Juice», die seit 2016 auch in der Schweiz vertreten ist, haben mit ihrem extravaganten Lifestyle massgeblich zu dieser Entwicklung beigetragen.

M wie Mixer
Um einen Smoothie herzustellen, benötigt man einen Mixer – pardon, einen Smoothie-Maker. Dieser mixt mit scharfen Klingen Früchte, Gemüse, Kräuter oder Nüsse, bis aus ihnen der beliebte zähe Saft entsteht. Mittlerweile bieten alle bekannten Haushaltsgerätemarken ein Modell zur Smoothie-Herstellung an. Eine Besonderheit: In vielen Fällen lässt sich der Mixbehälter abnehmen und zur Trinkflasche à la Smoothie-to-go umfunktionieren. 

S wie Smoothie
Der Name Smoothie kommt vom englischen Wort «smooth», zu Deutsch cremig, fein. Im Gegensatz zu reinen Fruchtsäften wird bei Smoothies die ganze Frucht bzw. das ganze Gemüse, teilweise mitsamt Schale, verarbeitet.

W wie Wasser
Die meisten Smoothie-Rezepte erfordern Flüssigkeit als Basis. Reines Wasser ist dabei die kalorienärmste Variante, aber auch Reis-, Hanf-, Mandel- und Kokosmilch sind gesunde Alternativen. Natürliche Fruchtsäfte können ebenfalls verwendet werden, wohingegen man von industriell verarbeitetem Saft besser die Finger lässt, da in diesem mehr Zucker als Vitamine stecken.

Z wie Zutaten
Grundsätzlich ist alles erlaubt, was gefällt. Während Smoothie-Einsteiger mit verschiedenen Früchten wie Banane, Ananas oder Erdbeere experimentieren, wählen Fortgeschrittene Grünkohl, Sellerie und Karotte. Besonders beliebt sind die sogenannten «Green Smoothies». Sie werden hauptsächlich aus grünen Frucht- und Gemüsesorten gemixt, zum Beispiel Blattspinat, Broccoli oder Minze.

Green Smoothie

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