Story

Der Blick in die Sterne

Text: Lena Grossmüller / Fotos: zVg, iStockphoto: DieterMeyrl

Sterne, Planeten und ferne Galaxien – ein Blick in unser Universum ist faszinierend. Sylvia Winkelmann-Ackermann, Geschäftsführerin der Urania-Sternwarte in Zürich, gibt Ihnen Tipps für die Himmelsbeobachtung und den Besuch in einer Sternwarte.

Der perfekte Termin
Die meisten Sternwarten öffnen abends ihre Türen, aber grundsätzlich lassen sich Himmelskörper zu jeder Zeit beobachten. Nur nicht jedes Objekt an jedem Tag im Jahr gleich gut: «Etwas, das viele nicht wissen: Auch Planeten und Sterne haben Auf- und Untergangszeiten und die Sichtbarkeit verändert sich entsprechend», erklärt Sylvia Winkelmann-Ackermann. «Die Planeten Uranus und Neptun sieht man im Frühling beispielsweise nie, im Sommer nur in der zweiten Nachthälfte, im Herbst fast die ganze Nacht und im Winter am besten am Abend.» Die Urania-Sternwarte stellt auf ihrer Website eine Übersicht zur Sichtbarkeit von Planeten und des Mondes zur Verfügung. Der Winter bietet allgemein gute Voraussetzungen für einen Blick in den Himmel, da die Luft meist klar und ruhig ist.

Die richtige Kleidung
Da in vielen Sternwarten für das Teleskop die Kuppel geöffnet wird, empfiehlt es sich, die Kleidung an die Aussentemperaturen anzupassen. Im Winter bedeutet das: warme Kleidung mitsamt Winterjacke.

Immer einen Besuch wert
Diverse Sternwarten bieten Führungen bei klarem Himmel an. Die Urania-Sternwarte ist allerdings auch bei schlechter Sicht oder Regen einen Besuch wert: Jede Führung, egal bei welcher Witterung, enthält einen astronomischen Vortrag, der Basiswissen vermittelt und die Funktionen des Teleskops erklärt. Falls ein Blick in die Ferne nicht möglich ist, können Sie durch das Teleskop der Urania-Sternwarte Objekte in der Nähe entdecken, wie zum Beispiel den Uetliberg. Ausserdem werden auf Bildschirmen in der Kuppel Computersimulationen von Sternkonstellationen, Planetenlaufbahnen und Galaxien gezeigt.

Sternwarte für Kinder
Das Universum ist auch für Kinder ein spannendes Feld. In Sternwarten gibt es vielfach keine Altersbeschränkung, die Urania-Sternwarte gibt als Richtwert für die normalen Führungen ab neun Jahren an. «Wir bieten ausserdem jeden ersten Samstag im Monat spezielle Kinderführungen für Kinder ab sechs Jahren an. Diese sind kürzer als normale Führungen und kostenlos für Kinder und ihre Begleitperson.»

Rund um den Besuch
Öffnungszeiten und Anmeldungen variieren von Sternwarte zu Sternwarte. Um die Urania-Sternwarte zu besuchen, müssen Sie sich einer öffentlichen Führung anschliessen. Dafür ist jedoch keine Anmeldung nötig, das Prinzip lautet: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Gruppen, Schulklassen und Privatpersonen können auf Anfrage auch private Führungen buchen.

Nicht verpassen! Spannende Termine für Ihre Agenda

31. Januar 2018, 19.15 und 20.30 Uhr
Spezialführungen Mondfinsternis

Ein echtes Highlight: die totale Mondfinsternis über Asien und dem Pazifikraum. Die Spezialführung ermöglicht es, einen Blick auf das Spektakel zu werfen, dank Live-Schaltung nach Amerika und China.
 
14. März 2018, 18.15 bis 19.30 Uhr
Spezialführung Merkur

Der kleinste und sonnennächste Planet zeigt sich nur selten dem blossen Auge. Am 14. März kann der flinke Götterbote mit dem Urania-Teleskop am Abendhimmel bei klarer Sicht verfolgt werden. Dazu erfahren die Besucher viele spannende Details über die Planeten und den Merkur im Besonderen.
 
20. März 2018, 18.15 bis 19.30 Uhr
Spezialführung Tag-und-Nacht-Gleiche

Mit der Tag-und-Nacht-Gleiche kündigt sich der Frühling an. Warum ist dies genau am 20. März der Fall? Weshalb gibt es überhaupt Jahreszeiten? Die Demonstratoren in der Urania-Sternwarte erläutern Zusammenhänge und alte Mythen, verabschieden die Sternbilder des Winters und begrüssen jene des Frühlings.
 

Alle Termine finden in der Urania-Sternwarte in Zürich statt. Für Spezialführungen können Sie im Vorfeld sowie an der Abendkasse Tickets erwerben. Mehr unter urania-sternwarte.ch.

Tipps für Hobby-Sternengucker
Für Hobby-Sternengucker hat Matthias Hofer, Demonstrator der Urania-Sternwarte, ein paar Ratschläge bereit: Achten Sie beim Kauf eines Fernglases darauf, dass der Durchmesser der Objektive für eine optimale Sichtbarkeit mindestens 30–50 mm beträgt und lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten. Für Sonnenbeobachtungen muss immer ein Filter verwendet werden, da die direkte Einstrahlung schädlich für die Augen ist. Auch mit blossem Auge lässt sich schon einiges entdecken: Im Winter können Sie die Sternbilder Orion und Sirius im Grossen Hund beobachten – Apps zur Erkennung wie Star Walk (siehe unten) sind dabei nützliche Helfer.

Eine Liste mit weiteren Sternwarten in der ganzen Schweiz finden Sie hier.

 

Die Urania-Sternwarte
1907 öffnete die Urania-Sternwarte ihre Türe, sie ist bis heute mit ihrem 50 Meter hohen Turm ein markanter Bau im Zürcher Stadtzentrum. Als gemeinnützige Institution bietet die Sternwarte Besuchern unter fachkundiger Anleitung einen einzigartigen Einblick in das Universum. Mit ihrem leistungsfähigen Teleskop lassen sich Einzelheiten auf der Oberfläche des Mondes oder eine fremde Galaxie entdecken. Mehr unter urania-sternwarte.ch.
 

Kategorie:

natur, story, tipps

TEILNEHMEN, GEWINNEN, GENIESSEN

Interrail-Global-Pässe der SBB gewinnen

Zum Wettbewerb

Weitere Artikel