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Tipps für Ihren urbanen Garten zu Hause

Text: Leslie Leuenberger / Foto: iStock (fotografixx) / 20.03.2019

Urbanes Gärtnern liegt im Trend. Wollen auch Sie frisches Gemüse auf Ihrem Balkon anpflanzen? Mit diesen fünf Tipps von Experte Mark Thommen, Chefkoch und Stadtgärtner, gelingt auch Ihnen die Kunst des Urban Gardening.

Egal ob Früchtebaum, Gemüsebeet oder Kräuterstrauch – Urban Gardening liegt im Trend. Neben dem privaten Garten auf dem Balkon oder der Terrasse gibt es immer öfter Projekte für Gemeinschaftsgärten.
 
Ein solches ist beispielsweise «Garte über de Gleis» in Zürich Wipkingen. Hier teilt sich das Restaurant The Artisan zusammen mit seinen Quartiernachbarn einen urbanen Garten. Das angebaute Gemüse sowie die Früchte und Kräuter landen später auf den Tellern der «The Artisan»-Gäste. Urban Gardening sei Inspiration für die grüne Küche, sagt Geschäftsführer und Chefkoch Mark Thommen. «Wir verwenden alles, was essbar ist: Blüten, Blätter, Sträucher.»
 
Wollen auch Sie mit Zutaten aus Ihrem Garten kochen? Mark Thommen verrät Ihnen seine fünf Tipps für das Gärtnern in der Stadt.

Tipps Urban Gardening

1.

Richtiges Gefäss – Falsche oder zu kleine Töpfe und Boxen gehören zu den häufigsten Anfängerfehlern. Nehmen Sie lieber ein zu grosses Gefäss als ein zu kleines. Wenn Sie Holzkisten wählen, fassen Sie die Innenseiten mit Plastik ein, damit sich kein Schimmel bildet. Ausserdem sollte der Pflanzentopf Löcher haben, damit überflüssiges Wasser abfliessen kann.

2.

Mit genügend Sonne und Wasser versorgen – Positionieren Sie die Gartentöpfe dort, wo sie genügend Sonnenlicht bekommen. Gleichzeitig sollten Sie beachten, dass Pflanzen im Sommer viel Wasser brauchen. Am besten wässern Sie Ihre Töpfe und Beete täglich. Der Morgen ist dafür der ideale Zeitpunkt, da der Boden dann noch kühl ist und das Wasser nicht gleich wieder verdunstet.

3.

Welche Gemüsesorten – Für die ersten Erfolgserlebnisse sind Blattsalat, Gurken, Tomaten, Erdbeeren oder Kräuter wie Petersilie, Rosmarin und Minze empfehlenswert. Diese Sorten sind besonders pflegeleicht. Radieschen und Spinat eignen sich ebenfalls, da sie schnell wachsen. Wollen Sie eine möglichst grosse Ernte, von der Sie lange was haben? Dann sind Zucchetti, Mangold und Federkohl die beste Wahl.

4.

Ausprobieren und abwechseln – Jede Pflanze zieht unterschiedliche Nährstoffe aus dem Boden. Deshalb sollten Sie beim Anbau zwischen Gemüse- und Kräutersorten abwechseln. Auf diese Weise bleibt die Erde lebendig und hat von allen Nährstoffen genug. Manche Gemüsesorten, wie zum Beispiel Tomaten, sind auch für erfahrene Gärtner eine Glücksache. Manchmal wollen sie einfach nicht gedeihen.

5.

Selber kompostieren – Produzieren Sie Ihren eigenen frischen Dünger, so schliessen Sie den ökologischen Kreislauf. Sie können sich beispielsweise eine Wurmkiste anschaffen. Die Würmer verwandeln Ihre Rüstreste in Erde. Oder probieren Sie eine japanische Kompostiermethode namens Bokashi aus. Mit dieser Methode können sogar Fleisch und Gekochtes kompostiert werden.

Über «The Artisan»
 
Das Zürcher Restaurant «The Artisan» ist Teil des Projekts «Garte über de Gleis» – ein Gemeinschaftsgarten, den sich etwa sechzig Nachbarn teilen. Hier werden Tomaten, Petersilie, Beeren, Gurken und vieles mehr in Blechboxen angepflanzt. Davon bewirtschaftet Geschäftsführer und Küchenchef des «The Artisan», Mark Thommen mit Hilfe seiner Mitarbeiter zehn Boxen. Zwar kann sich das Artisan nicht komplett selber versorgen, doch der Kräuterbedarf ist zum Grossteil gedeckt und auch die Sommersalate auf der Karte bestehen komplett aus Eigenproduktion. «Mit unserem urbanen Garten sind wir näher am Produkt dran. Klar wäre es günstiger, Gemüse von anderen Händlern zu kaufen. Doch unsere Gäste schätzen es sehr, dass wir selber gärtnern», sagt Mark Thommen.

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Kategorie:

kulinarik, natur, story, tipps

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