Zero Waste

Weniger ist mehr

Text: Laura Schälchli / Grafik: Crafft / Bild: CL. / photocase.de

Zero Waste – hinter diesem Begriff steht die Idee, weniger oder gar keinen Abfall zu produzieren. Sie glauben, das geht nicht? Mit den Tipps von Slow-Food-Expertin und Zero-Waste-Unterstützerin Laura Schälchli erfahren Sie, wie sich die Philosophie leicht im Alltag umsetzen lässt.

«Zero Waste», zu Deutsch «Null Abfall» – doch wie ist das in unserer Konsumgesellschaft möglich? Am Anfang steht immer ein Umdenken. Es geht nicht darum, Konsum per se zu verteufeln, jedoch möchte ich dazu anregen, das eigene Konsumverhalten zu hinterfragen: Brauche ich wirklich bei jedem Einkauf eine neue Einkaufstasche? 

Als Geburtsstunde der «Zero Waste Lifestyle»-Bewegung gilt die Veröffentlichung von Bea Johnsons Buch «Zero Waste Home».  2008 musste die Französin mit ihrer Familie in eine kleinere Wohnung ziehen und somit ihren Haushalt drastisch verkleinern. Das Weniger-Haben empfand sie jedoch nicht als Verlust – im Gegenteil: Für sie war es eine Bereicherung. Seitdem gilt für sie buchstäblich «weniger ist mehr»: Der Abfall ihrer Familie belief sich im Jahr 2015 auf nur einen halben Liter im Gegensatz zum Schweizer Durchschnitt von 70 Kehrichtsäcken à 35 Liter pro Person. 

Auch in der Schweiz engagiert sich der Verein Zero Waste Switzerland seit rund einem Jahr. Per Zufall las ich in einem Onlineartikel von Natalie Bino, der Mitgründerin des Vereins, und ihren Bestrebungen und war sofort angetan vom Zero-Waste-Gedanken. Nach einem persönlichen Gespräch mit ihr wusste ich, dass auch ich mein Konsumverhalten umstellen und einen Zero-Waste-Kurs bei Sobre Mesa anbieten wollte. Doch auch ich war ein Neuling und angewiesen auf Tipps und Tricks. Zero Waste Switzerland propagiert auf seiner Website den Leitsatz von Bea Johnson: «Refuse, Reduce, Reuse, Recycle, and Rot». Damit Sie diesen Leitsatz in Ihren Alltag integrieren und dadurch Ihren Abfall reduzieren können, habe ich Ihnen eine kleine Auswahl an Tipps zusammengestellt:

Gar nicht so schwer, oder? Mit kleinen Änderungen in Ihrem Einkaufsverhalten können Sie Grosses bewirken. Zudem sieht es doch auch einfach viel hübscher aus, wenn Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Tee, Getreide etc. in Einmachgläser verschlossen sind. Ein weiterer schöner Nebeneffekt: die Einsparungen. Indem Sie bewusster einkaufen, Qualität vor Quantität gelten lassen und Materielles durch gemeinsame Erlebnisse ersetzen, ist weniger Ausgaben oft ein Nebeneffekt und Sie können sich an anderer Stelle etwas gönnen. Viel Spass beim Ausprobieren!


Zero Waste Shops in der Schweiz 
Eine Auswahl von guten Adressen für den Zero-Waste-Einkauf von Lebensmitteln und Kleidern. 
 

Für eine detailliertere Karte siehe Zero Waste Switzerland

Kategorie:

einkaufen, tipps

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