Betrug erkennen: die Checkliste für jede Situation
Phishing, Voice Cloning, Fake Shops – Betrugsmaschen lauern heute in jedem Kanal. Ob Telefon, E-Mail oder QR-Code: Wer die Warnsignale kennt, reagiert richtig. Unsere Sicherheitscheckliste für den digitalen Alltag.
Min. Lesezeit-08.04.2026 –
Fotos: shutterstock
In Kürze
- 65 000 Meldungen zählte das Bundesamt für Cyberkriminalität 2025 in der Schweiz
- Jede vierte Meldung betraf betrügerische Telefonanrufe
- Die Angriffe werden gezielter, individueller und schwerer erkennbar
- Diese Checkliste zeigt pro Kanal die wichtigsten Warnsignale und Sofortmassnahmen

Telefon
- Verlangt «die Polizei» Geld oder Daten → Auflegen. Die echte Polizei tut das nie.
- Scheint ein Familienmitglied in Not zu sein → Über die bekannte Nummer zurückrufen.
- Spricht niemand am Telefon bei einem Anruf → Auflegen. Stumme Anrufe können zum Stimmenklonen dienen.
- Videocalls von unbekannten Nummern → Gar nicht annehmen.
- «Viseca» ruft an und will Kartendaten → Auflegen. Viseca kontaktiert Sie nur über die one App oder mit der Aufforderung, sich beim Kundendienst zu melden.
SMS
- Kommt «Ihr Paket wird zurückgesendet» oder «Zahlen Sie Ihre Gebühr» per SMS → Nicht klicken. Löschen.
- Eine SMS fordert zur Kontoverifizierung auf → Viseca sendet nie solche SMS.
- Ein Link steht in der Nachricht → Grundsätzlich nicht antippen oder unbedingt Link genau prüfen vor dem Klick.

- Steht «Ihr Konto ist gesperrt» oder «Karte verifizieren» im Betreff → Nicht klicken. Melden und löschen.
- Fordert eine E-Mail von «Viseca» oder «one» zum Login auf → Absenderadresse und Links genau prüfen. Besser die Adresse immer direkt im Browser eingeben oder sich über die one App einloggen.
- Kommt ein E-Mail-Anhang unerwartet → Nicht öffnen (besonders bei Zip- oder PDF-Dateien.
- Eine bekannte Person braucht per E-Mail dringend Geld → Erst telefonisch über die bekannte Nummer bei der Person nachfragen.
- Sie sind unsicher? → E-Mail weiterleiten an internetsecurity@viseca.ch.
Online-Shopping
- Klingt ein Angebot zu gut → Ist es wahrscheinlich nicht echt.
- Fehlt das Schloss-Symbol oder «https» in der Browserzeile → Keine Daten eingeben.
- Immer die URL/Internetadresse gut prüfen → Die kleinste Abweichung kann eine Fake-Seite verraten.
- Akzeptiert ein Shop nur Vorkasse → Woanders kaufen.
- Surfen und einkaufen im Café-WLAN? → Nicht ohne VPN. Offene Netzwerke sind leicht einsehbar und manipulierbar.
- Zahlungen nur via 3-D Secure in der one App bestätigen, nicht per SMS.

QR-Code
- Links im QR-Code mittels Vorschau immer prüfen bevor Sie klicken.
- Nach dem Scannen sollen Sie Login- oder Kartendaten eingeben → Sofort abbrechen.
- Ein QR-Code kommt per E-Mail oder Brief zur «Kontoentsperrung» → Betrug. Viseca sendet nie QR-Codes zu diesem Zweck.
- Ein Käufer will auf Tutti oder Ricardo per QR-Code bezahlen → Misstrauisch bleiben. Nur offizielle Plattform-Funktionen nutzen.
Und wenn doch etwas passiert?
- Karte sofort sperren – in der one App oder unter +41 58 958 83 83 (24h).
- Verdächtige E-Mails melden an internetsecurity@viseca.ch.
- Push-Mitteilungen in der one App aktivieren – so erkennen Sie verdächtige Transaktionen sofort.